Der Zauber der Blockflöte

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Schon seit der Steinzeit gibt es pfeifen- und flötenartige Instrumente. Aus verschiedensten Naturmaterialien lassen sie sich herstellen. Jede Kultur dieser Erde hat ihre eigenen Flöten. Ihre Spielweise ist einfach, und beim Spielen verbinden wir uns über unserem Atem direkt mit dem Instrument, mit der Musik.

Über die Jahrtausende sind Flöten immer weiter entwickelt worden, die Produktionstechnik automatisiert, die Feinstimmung optimiert, und doch ist eine lange, lange Geschichte nicht wegzudenken, ist eine Verbindung zu den Anfängen der Menschheit, zu unseren eigenen Wurzeln, immer noch vorhanden.

Meine erste Flöte war eine einfache Kuckucks-Flöte mit nur einem Loch, und genauso einfach stelle ich mir die Anfänge der Blockflöte vor. Da war kein hoher musikalischer Anspruch, sondern das grundlegende Bedürfnis die Natur zu immitieren, sich als Teil von ihr einzufügen in den Gesang der Vögel, in die Musik der Schöpfung.

Und während ich hier Anfang Juni um kurz vor sechs im Garten sitze und lausche, wie die Natur die aufgehende Sonne begrüßt, verspüre ich ein tiefsitzendes Bedürfnis dorthin zurück zu kommen, zurück von der Fähigkeit Noten geschickt vom Blatt abzuspielen zu der innigen Lust gemeinsam mit der Natur zu musizieren.