C(h)or(ona) – Faktencheck

Diese Aussage ist tatsächlich kein Tippfehler, sondern wurde exakt so in der Pressekonferenz des Niedersächsischen Corona-Krisenstabs getätigt. Das zeigt meines Erachtens sehr deutlich, wie wenig die Damen und Herren im Krisenstab der Landesregierung in der Lage sind, zu allen Belangen und Fragen der verschiedenen Interessengebiete Stellung zu beziehen. Das erwartet sicherlich auch niemand, aber manche Dinge kann man einfach nicht unkommentiert stehen lassen.

Ich bin Frau Schröder sehr dankbar, dass sie „30 Meter“ sagte und nicht „3 Meter“, denn dadurch bin ich erst darauf aufmerksam geworden, wie dünn die Faktenlage für das niedersächsische Chor-Sing-Verbot ist. Durch die Irritation, die Frau Schröder mit ihrer Angabe bei mir ausgelöst hat, habe ich intensiver recherchiert, ob es andere, sachdienlichere Informationen über die Ansteckungsgefahr beim Singen gibt – und bin fündig geworden:

Wissenschaftliche Studien kommen zu dem Ergebnis, dass beim Singen nur bis zu 50 cm vor dem Mund der/des Singenden Luftbewegung stattfindet, und dass unter Einhaltung eines Abstands von 1,5 bis 2 m sowie bei ausreichender Belüftung ohne Probleme Chorproben stattfinden könnten.

All dies und einige kreative Anregungen zu alternativer Chorarbeit habe ich in einem Offenen Brief an Frau Schröder zusammengetragen.

Alle Chorleiterinnen und Chorleiter, Sängerinnen und Sänger, die mit den Inhalten des Schreibens überein stimmen, sind herzlich eingeladen, diesen Brief ebenfalls zu unterzeichnen. Eine Anleitung dazu findet ihr HIER.

Herzliche Grüße,
Dagmar :-)

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